{"id":90,"date":"2018-03-29T10:00:17","date_gmt":"2018-03-29T08:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/?p=90"},"modified":"2018-03-29T16:35:59","modified_gmt":"2018-03-29T14:35:59","slug":"antifaschismus-ins-stadion-und-ab-rauf-auf-den-track","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/?p=90","title":{"rendered":"Antifaschismus ins Stadion, und ab rauf auf den Track!"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-39\" src=\"https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/11_scrimmage_16-12-2017banner01.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"290\" srcset=\"https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/11_scrimmage_16-12-2017banner01.jpg 1000w, https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/11_scrimmage_16-12-2017banner01-300x87.jpg 300w, https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/11_scrimmage_16-12-2017banner01-768x223.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Am 28. Dezember 2017 bedankten sich die Prussian Fat Cats auf ihrer <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/prussianfatcats\/posts\/2040207772890526\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook-Seite<\/a> f\u00fcr 1312 Likes. Und zwar in dem sie einen Text zu Politik im Sport im Allgemeinen und Antifaschismus im Sport im Besonderen ver\u00f6ffentlichten, der wenige Tage zuvor in ihrem Boutzine, dem Bonzenkurier, Nummer Zwei zu lesen war. Diesen &#8222;Emp\u00f6rungsessay&#8220; wollen wir euch nicht vorenthalten. Auch weil er voll auf unserer Wellenl\u00e4nge ist.<!--more--><\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Das hier ist kein Aktivismus &#8211; Sport ist Egoismus!&#8220; Ach nee, Moment&#8230;wir sind hier ja bei Nulldrei. Und um ehrlich zu sein, sind wir genau deswegen hier. Wer &#8222;wir&#8220; sind, d\u00fcrfte euch bekannt sein, jetzt wo ihr schonmal dieses Heft in der Hand habt. Vor gut 2 Jahren wurde die Abteilung Roller Derby zum SV Babelsberg importiert. Mittlerweile vielleicht unn\u00f6tig zu sagen, versteht sich die Sportart Roller Derby, und unser Team\/die PFC insbesondere, als politisch konnotiert bis motiviert und aktiv. Was l\u00e4ge da also n\u00e4her, als sich der hiesigen Zeckenbande e. V. anzuschlie\u00dfen und gemeinsame Sache gegen grassierende Diskriminierung, Konservatismus und \u00e4hnliche krude gesellschaftliche Auspr\u00e4gungen zu machen. Wo in 14482 der Hammer h\u00e4ngt, konnte_musste_durfte direkt ein paar Monate sp\u00e4ter demonstriert werden. Denn, wir erinnern uns, unsere gelegentliche Teilnahme an Demonstrationen war dem f\u00fcr unsere Belange zust\u00e4ndigen Verband, dem Brandenburgischen Rollsport und Inline Verband (BBRIV), ein Dorn im Auge. Es folgten nervenzerr\u00fcttende Mails und Gespr\u00e4che, Ablehnungsschreiben, Diskussionen und Verhandlungen, schlie\u00dflich ein Schlichtungsgespr\u00e4ch in Gegenwart des Landessportbunds (LSB) &#8211; Schnee von gestern. Immer an unserer Seite, um mehr als nur die Ehre des After-Trainings-Sternis zu verteidigen (denn auch unser Alkoholismus war ein grauenvoller Kritikpunkt): die Garde aus dem 1. Stock in der Karl-Liebknecht.-Str. 90. Support erhielten wir in dieser Zeit nicht zu knapp, unter anderem auch von den <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Sucker-Punch-Ultras-1636780933266167\/?fref=mentions\">Sucker Punch Ultras<\/a> aus N\u00fcrnberg und vielen weiteren Roller Derby Teams und anderen weniger derby-involvierten Gruppen, die unsere Stellungnahme geteilt haben und uns den blaugefleckten R\u00fccken st\u00e4rkten. Wie wichtig es ist, dass als fadenscheinige Argumente getarnte Diffamierungen linker politischer Aktivit\u00e4ten offen thematisiert und vor allem kritisiert werden, sehen wir einmal mehr am Beispiel der aktuell laufenden Charade, die sich noch immer als Rattenschwanz hinter dem Regionalligaspiel <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/nulldrei\/?fref=mentions\">SV Babelsberg 03<\/a> gegen Energie Cottbus im vergangenen April herzieht.<\/p>\n<p>Ein winziger stichwortartiger Abriss: Hitlergr\u00fc\u00dfe und antisemitische \u00c4u\u00dferungen aus dem G\u00e4steblock vs ein einziger (!), zumal nachweislich berechtigter, &#8222;Nazischweine raus!&#8220;-Ruf aus der Babelsberger Nordkurve. Das Ergebnis: Geisterspiel und 16.000 Piepen Strafe f\u00fcr EC (in Verrechnung mit \u00e4lterer Strafe) vs 7.000 Schleifen und ein Geisterspiel auf Bew\u00e4hrung (seriously?!) Strafe f\u00fcr Nulldrei. Au\u00dferdem: nicht ein Wort bez\u00fcglich der reudigen Aussagen und Handlungen aus dem G\u00e4steblock im schriftlichen Urteil. Ein Schelm*, wer nichts b\u00f6ses dabei denkt&#8230;<\/p>\n<p>Es folgten verfahrenstechnische und b\u00fcrokratische Kapriolen der h\u00fcbschesten Sorte und Babelsberg k\u00e4mpfte weiter an zwei Fronten. W\u00e4hrend das Urteil am einen Ende immer und immer wieder angefochten wurde und wird, kam am anderen Ende die schnieke und offenbar l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Kampagne &#8222;Nazis raus aus den Stadien!&#8220; dabei herum (wir w\u00fcrden die Shirts ja auch tragen, aber in unseren Stadien gibt&#8217;s keine Nazis : )). Besagte Kampagne als grandiosen Marketinggeniestreich zu bezeichnen, w\u00fcrde ihr absolut nicht gerecht werden, doch die Begeisterung und Geschwindigkeit, mit der sie sich in die Medien und auf die Pl\u00e4tze erstreckt hat, sprechen B\u00e4nde. <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/RSL99\/?fref=mentions\">Roter Stern Leipzig<\/a> bestellte postwendend einen ganzen Mann*schaftsatz an Shirts, um damit bei der Erw\u00e4rmung f\u00fcrs Spiel gegen den TSV Schildau ein Statement zu setzen. Doch das Tragen der Shirts wurde ihnen aufgrund der aufgedruckten Provokation untersagt. Lassen wir uns das kurz auf der Zunge zergehen&#8230; Was nun an den Schildern der Schildauer Fans \u00e0 la &#8222;Rotfront verrecke&#8220; und &#8222;Wei\u00dfer arischer Widerstand&#8220; weniger provokant ist, kann wohl nur Gauland erkl\u00e4ren. Und das will ja wirklich keine*r. Auch RSL l\u00e4sst sich nicht unterkriegen und reagiert beim n\u00e4chsten Spiel mit einem &#8222;Antifaschismus l\u00e4sst sich nicht aussperren&#8220;-Banner. Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt: 150 Ocken Strafe vom S\u00e4chsischen Fu\u00dfballverband.<\/p>\n<p>Da kann fast nur der BBRIV mithalten, der in erlesener Runde beim Mediationsgespr\u00e4ch im vergangenen Fr\u00fchjahr verlauten lie\u00df: &#8222;Antifaschismus st\u00f6rt&#8220;. Wir w\u00fcnschten so sehr, die M\u00e4rchenstunde w\u00fcrde sich so langsam dem Ende zuneigen, doch es sieht verdammt nochmal nicht danach aus. Also hei\u00dft es zusammenstehen. Solidarit\u00e4t zeigen. Solidarit\u00e4t mit all jenen, die von staatlicher Repression betroffen sind, die sich mit willk\u00fcrlich verteilten Urteilen herumplagen m\u00fcssen, denen ihre antifaschistische Meinung und Haltung mit dubiosen Argumenten abzusprechen versucht wird. Solidarit\u00e4t mit denen, die sich tagt\u00e4glich mit Energie Cottbus und TSV Schildau Matsch abgeben m\u00fcssen und sich nicht wie wir auf einem fein gemachten, wenn auch gehegten und gepflegten und mitunter erk\u00e4mpften Sport-plus-Aktivismusbett fletzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir, die Prussian Fat Cats Potsdam, stellen uns klar hinter die Fans* und Spieler*innen von RSL und nat\u00fcrlich und vor allem hinter unseren eigenen Verein, dem angeh\u00f6ren zu d\u00fcrfen uns jeden Tag mit metaphorisch wie realen mittelgro\u00dfen bis amtlichen Pyroshows erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Forza Nulldrei! Avanti Fat Cats!<br \/>\nAntifaschismus rein ins Stadion, und ab rauf auf den Track!<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 28. Dezember 2017 bedankten sich die Prussian Fat Cats auf ihrer Facebook-Seite f\u00fcr 1312 Likes. 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