{"id":47,"date":"2018-03-28T17:15:49","date_gmt":"2018-03-28T15:15:49","guid":{"rendered":"http:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/?p=47"},"modified":"2018-03-29T11:52:21","modified_gmt":"2018-03-29T09:52:21","slug":"im-land-der-hopfenspezialitaeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/?p=47","title":{"rendered":"Im Land der Hopfenspezialit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-36\" src=\"https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/10_nuernberg02-12-2017_01.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"520\" srcset=\"https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/10_nuernberg02-12-2017_01.jpg 800w, https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/10_nuernberg02-12-2017_01-300x195.jpg 300w, https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/10_nuernberg02-12-2017_01-768x499.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Ich wei\u00df gerade nicht mehr genau, seit wann das Freundschaftsspiel zwischen den Prussian Fat Cats, der Roller Derby Sektion beim SV Babelsberg 03, und Sucker Punch feststand. Es d\u00fcrfte schon eine Weile her sein. Denn seit Wochen gab\u2018s f\u00fcr die Aktiven aus Potsdam und f\u00fcr die Bonzen Supporter*innen aus Babelsberg vor allem dieses eine Thema \u2013 n\u00e4mlich endlich mal organisiert Ausw\u00e4rts in N\u00fcrnberg. Und es war dank der netten Gastgeber*innen und feinen Hopfen-Spezialit\u00e4ten grandios. Jetzt, ist es schon ziemlich sp\u00e4t, der Bericht will geschrieben sein und es ist schon mehr als eine Woche seit unserem Ausflug ins Fr\u00e4nkische vergangen. Damit ich mich besser konzentrieren kann und nichts Wichtiges vergesse, brauche ich deshalb erst Mal einen sch\u00f6nen starken Caffe, zu deutsch einen leckeren Espresso\u2026 So. Fertig. Das Koffein und der karamellisierte Zucker wirken. Im Hintergrund dudelt im Skankin\u2018 Style Irie Xmas. Los geht\u2018s!<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr mich ging es schon Freitag in Richtung S\u00fcden. Ein gl\u00fccklich Jungverliebter sammelte mich und Partnerin in Babelsberg ein. Nach kurzem Zwischenstopp in Potsdam West wurde der Highway to the South geentert. Das Wetter spielte super mit, sodass wir ziemlich z\u00fcgig voran kamen. Erster Halt war Rodaborn, ein kurioser Autobahnparkplatz, auf dem die Th\u00fcringer Bratwurst und andere Imbissk\u00f6stlichkeiten nicht im besagten Etablissement zu sich genommen werden d\u00fcrfen, sondern \u00fcber einen Zaun im K\u00f6rbchen serviert werden m\u00fcssen. Die Inhaberin scheint zwischen den Genehmigungsinstanzen festzuh\u00e4ngen. Eine L\u00f6sung ist nicht in Sicht. Bis dahin gibt\u2018s in Rodaborn aber weiterhin lecker und g\u00fcnstig Bratwurst, Bier und Limo im K\u00f6rbchen. Ein Besuch ist unbedingt zu empfehlen.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns ordentlich gest\u00e4rkt hatten, ging es ohne Halt weiter bis N\u00fcrnberg. Dort wurde das Spielerin-Supporter-P\u00e4rchen abgeliefert und straight in Richtung Erlangen weitergefahren. Denn f\u00fcr uns hat sich leider in N\u00fcrnberg kein Schlafplatz mehr angefunden. Unser tempor\u00e4res Nachtasyl sollten wir deshalb in der wenige Kilometer entfernten Universit\u00e4tsstadt bei einer Spielerin bekommen. Also, hin da. Nett begr\u00fc\u00dft worden und gleich mal die erste lokale Schnapsspezialit\u00e4t probiert. Ich bin ja \u2013 Ultrash sei Dank \u2013 nicht (mehr) so sehr der Schnapsfreund. Aber der Hochmoor Geist, ein fr\u00e4nkischer Kr\u00e4uterschnaps, gebrannt von einem gewissen Alexander Betke in Wei\u00dfenburg, kann mit Fug und Recht als Ausnahme betrachtet werden. Dieses leckere Tr\u00f6pfchen wird flambiert, hei\u00df serviert und ist etwas dickfl\u00fcssig. Der Geist schmeckt s\u00fc\u00df und hat einen Honig-Abgang. Fantastisch!<\/p>\n<p>Nach einer so langen Reise sollten selbstverst\u00e4ndlich auch die \u00f6rtlichen Gaumenspezialit\u00e4ten probiert werden. Wir entschieden uns mit dem Steinbach f\u00fcr eines der Gasth\u00e4user, die noch eigenes Bier brauen. Hierbei muss unbedingt erw\u00e4hnt werden, dass Erlangen bis zur Wirtschaftskrise in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts die gro\u00dfe Bierstadt war, die schon fr\u00fch die Hopfenkaltschale weltweit exportiert haben soll. Geblieben ist leider nicht mehr viel davon\u2026 Im Steinbach genehmigten wir uns ein paar Halbe und G\u00e4nsebrust. Danach ging\u2018s in die Altstadt. Wir sind auf einem kleinen Weihnachtsmarkt h\u00e4ngen geblieben, auf dem sich vielleicht ein Dutzend Buden um eine B\u00fchne gruppierten, wobei die H\u00e4lfte der St\u00e4nde hei\u00dfe, alkoholische Spezialit\u00e4ten anboten. Dem konnten wir uns nur schwer entziehen. So lernten wir an der Bierschmiede etwas vom gestachelten, also mit einem hei\u00dfen Eisen erw\u00e4rmten N\u00f6rdlinger Bier, das die Aromen noch besser entfaltete, probierten Eierpunsch und rundeten die Gaumenfreuden mit Gl\u00fchhopfen ab. Der Ausflug nach N\u00fcrnberg zum Treffen mit den Sucker Punch Ultras, die uns zum Kennenlernen eingeladen hatten, musste aufgrund des euphorischen Verk\u00f6stigungsrauschs ausfallen. Die Geschichte muss irgendwer anderes erz\u00e4hlen\u2026 Nach K\u00f6stlichkeiten im Steinbach und auf\u2018m Weihnachtsmarkt, \u00fcbrigens garniert mit einer Prise feinstem Rock\u2018n\u2018Roll, musste doch noch etwas mehr in den Magen. Diesmal wurde es Sch\u00e4ufele, also Schweineschulter, und Palatschinken mit Bier. Danach ging\u2018s dann aber doch zur\u00fcck zum Nachtlager.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen beziehungsweise Tag war es endlich soweit. Es ging mit unserer Gastgeberin nach N\u00fcrnberg. Das Team von Sucker Punch Roller Derby musste noch einiges in der Halle vorbereiten. Und da die anderen Babelsberger*innen entweder noch schliefen, noch unterwegs waren oder kein Interesse an einer Stadtf\u00fchrung hatten, blieben wir zu Dritt und erkundeten die Stadt, die mit einem gewissen S\u00f6der gestraft ist und so gerne Universit\u00e4tsstadt sein m\u00f6chte. Unser erstes Ziel war der ber\u00fchmt ber\u00fcchtigte Christkindlesmarkt. Ich pers\u00f6nlich fand ihn nicht so beeindruckend. Deshalb drehten wir eine sch\u00f6ne Runde durch die Stadt, kauften Leckereien auf dem Markt der Partnerst\u00e4dte, besuchten die Kinderweihnacht und gingen dann doch noch Mal zum Hauptmarkt. Da war aber zu dieser Zeit schon die H\u00f6lle los. Also, schnell noch Geschenke gekauft und eine Lokalit\u00e4t zum W\u00e4rmen und St\u00e4rken gesucht. Leider war die Altstadt voll mit Tourist*innen wie uns, sodass einfach nichts zu finden war. So verschlug es uns, in die gute t\u00fcrkische Mensa Mevlana unweit des Pl\u00e4rrer, also knapp au\u00dferhalb der Altstadt und am Rand des neuen N\u00fcrnberger Szene-Viertels Gostenhof.<\/p>\n<p>Da die Zeit nicht aufzuhalten war und der einzig am Sonnabend mit einigen Spielerinnen angereiste Supporter langsam nerv\u00f6s wurde, machten wir uns z\u00fcgig auf zur Halle. Dort angekommen mussten erst Mal alle, au\u00dfer den Spielerinnen begr\u00fc\u00dft werden. Die Vorbereitungen auf den Traversen im Rang waren schon ziemlich gut vorangeschritten. Wir, die Babelsberger*innen, positionierten uns neben den Sucker Punch Ultras (SPU), die nicht nur ihr Material und ihre Trommel dabei hatten, sondern sich auch selbstorganisiert um die Getr\u00e4nkeversorgung f\u00fcr das Publikum k\u00fcmmerten. F\u00fcr einen schmalen Taler gab es zum Beispiel mit Schanzenbr\u00e4u eine neue Hopfenspezilit\u00e4t, die gut weg ging. Wie es sich geh\u00f6rt, wollten wir uns Ausw\u00e4rts nicht lumpen lassen und hatten sogar ein wenig was Optisches mitgebracht. Zum Anpfiff pr\u00e4sentierten wir eine Tapete mit der Aufschrift N\u00c4CHSTES JOAR BUNDESLICHA. Die lokalen SPU verteilten mit unserer Unterst\u00fctzung und den anderen vielleicht 150 Anwesenden Zuschauer*innen ordentlich Konfetti.<\/p>\n<p>Das Spiel selbst wurde ziemlich einseitig. Die Bonzen aus Protzdam hielten zun\u00e4chst gut dagegen, mussten sich aber gegen die taktisch gut spielenden Gastgeberinnen immer wieder geschlagen geben. Ein Jam nach dem anderen ging verloren. Immer wieder kamen die Sucker Punch Grrls durch eine Finte oder einen guten Spielzug durch. Au\u00dferdem landeten Fat Cats relativ oft in der Penalty Box. Einmal rollte sogar nur noch, ich glaube es war Speedy Sparta, ganz allein gegen alle anderen an. Die zweite H\u00e4lfte wurde besser und auch die Bonzen konnten endlich mal fetter punkten. In den letzten Minuten wurde es tats\u00e4chlich sogar nochmal spannend, weil die Gastgeberinnen, die selbst durch Verletzungen, Schwangerschaften oder andere Unp\u00e4sslichkeiten dezimiert waren, langsam schlapp machten. Am Ende war es dann aber doch ziemlich deutlich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-37\" src=\"https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/10_nuernberg02-12-2017_02.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"539\" srcset=\"https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/10_nuernberg02-12-2017_02.jpg 800w, https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/10_nuernberg02-12-2017_02-300x202.jpg 300w, https:\/\/katzenfutter.noblogs.org\/files\/2018\/03\/10_nuernberg02-12-2017_02-768x517.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Mit dem Abpfiff pr\u00e4sentierten wir quasi als Dank f\u00fcr unsere Gastgeber*innen und ihre Ultras sowie f\u00fcr unsere Lieblingsbonzen aus dem h\u00e4sslichen Protzdam eine Tapete mit der Aufschrift DANNG\u00c4 F\u00dcR DIE UNTERST\u00dcTZUNG, etwas Rauch, ein paar Fackeln und Blinker. Hintergrund f\u00fcr diese Aktion ist der grandiose Support der N\u00fcrnberger*innen im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Verband beziehungsweise der Aufnahme in den Verband, um endlich auch Mal echte Punktspiele in der Bundesliga spielen zu k\u00f6nnen. Wie ihr bestimmt wisst, hat es geklappt. Unser leuchtendes Geschenk sah ganz gut aus, denke ich, und hat das Team derartig beeindruckt, dass sie vor uns niederknieten. Hach\u2026.<\/p>\n<p>Erw\u00e4hnt werden sollte an dieser Stelle, dass auch die Sucker Punch Ultras gez\u00fcndet haben. Und zwar in der Halbzeitpause. Sah auch ganz gut aus und hat uns motiviert, unsere Aktion nicht minder imposant zu gestalten. Auch die Ges\u00e4nge auf den R\u00e4ngen klangen ordentich. Erfrischend und sch\u00f6n fand ich pers\u00f6nlich, dass es kein Niedersingen sondern eher ein Miteinandersingen war. Die Trommel gab nicht nur den Rhythmus f\u00fcr die eigenen Fans und Ges\u00e4nge vor, sondern supportete auch uns. Wunderbar fand ich auch die Wechselges\u00e4nge wie zum Beispiel Defense \/ Offense, Preu\u00dfen \/ Kaputt oder Rollergirls \/ Fat Cats, wobei bei Letzterem wir Rollergirls skandierten und die N\u00fcrnberger*innen mit Fat Cats antworteten. Genial fand ich den Gesang \u201eWir sind keine Hooligans. Wir sind einfach Fat Cats Fans\u201c.<\/p>\n<p>Nach dem Spiel wurde noch schnell zusammenger\u00e4umt und es sollte weiter zur After-Bout-Party ins Arsch &amp; Friedrich gehen. Da ein gewisser Supporter an diesem Tag Geburtstag hatte und es ohne ihn diese ganze Reise wahrscheinlich gar nicht gegeben h\u00e4tte, wollten wir den Abend mit weiteren K\u00f6stlichkeiten noch gut begie\u00dfen. Dazu musste ein Zwischenhalt beim Getr\u00e4nkeh\u00e4ndler her. Der gl\u00fcckliche war FR\u00c4NKY, ein Riesenladen, wo es Unmengen an Bier, Limo und Hopfentropfen gab. Mit Letzterem und einem Klaren ausgestattet versammelten wir uns also im Arsch &amp; Friedrich. Allm\u00e4hlich trudelten die Anderen ein, es wurde Pizza bestellt, eine Stunde sp\u00e4ter kam eine Wagenladung voll, die schnell weg war. F\u00fcr die Erlanger Crew samt Gastgeberin war, wahrscheinlich auch aufgrund der Strapazen der letzten Stunden relativ fr\u00fch Schluss. Der Schlafsack rief zu laut und viel zu dr\u00e4ngend.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen waren wir aber schon ziemlich fr\u00fch putzmunter. Wir lie\u00dfen unsere Gastgeberin und ihren Freund schlafen, machten uns fertig und gingen, allerdings nicht ohne reserviert zu haben, im Teest\u00fcbchen fr\u00fchst\u00fccken. Gut gest\u00e4rkt sammelten wir das Spielerin-Supporter-P\u00e4rchen in N\u00fcrnberg ein und machten uns auf den Weg gen Norden. Diesmal war die Fahrt aufgrund von Schnee, Salz und Feuchtigkeit weniger entspannt. Trotzdem verging die Zeit bei cooler Mucken ziemlich schnell. Nach einem hei\u00dfen Bad und hei\u00dfem Tee war dann aber auch endlich Entspannung angesagt.<\/p>\n<p>Wenn ich jetzt so zur\u00fcck denke \u2013 nachdem das Koffein nachl\u00e4sst und weder Rootsreggae noch Ska im Hintergrund dudelt \u2013 muss ich schon sagen, dass es tolle Tage in Erlangen und N\u00fcrnberg waren. Danke an unsere Gastgeber*innen! Danke Daniela und Gunnar! Danke Flo und Marlen! Grandios und fantastisch war\u2018s bei euch!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wei\u00df gerade nicht mehr genau, seit wann das Freundschaftsspiel zwischen den Prussian Fat Cats, der Roller Derby Sektion beim SV Babelsberg 03, und Sucker Punch feststand. Es d\u00fcrfte schon eine Weile her sein. 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